Wettbewerb Wohnsiedlung Altstetten Zürich

Eine heterogene Ausgangslage verlangt nach einer klaren Antwort.

Ausgangspunkt des Entwurfs sind die Kaltluftströme vom Üetliberg: Drei L-förmige Baukörper mit akzentuierten Köpfen fügen sich aerodynamisch in die Parzelle ein, lenken den Luftstrom und ermöglichen durchgesteckte Wohnungen mit natürlicher Querlüftung.

Die Gebäudeköpfe reagieren je nach Lage differenziert auf ihre heterogene Umgebung – als städtebauliche Geste zum Nachbarbau, als gezielte Öffnung für den Kaltluftstrom oder als Auftakt für ein zusätzliches Hochhaus, das die Wohnungszahl um 25 Einheiten erhöht und einen neuen stadträumlichen Akzent setzt.

Statt das ansteigende Terrain zu nivellieren, folgt die Bebauung seiner Logik: Die Baukörper terrassieren sich dem Hang entlang – verankert im Gelände, kompakt im Volumen, selbstverständlich im Kontext.

Die Gebäude sind als modularer Holzbau mit konsequenter Systemtrennung konzipiert: Skelettstruktur, Fassade, Ausbau und Haustechnik sind voneinander unabhängig – reversibel verbunden, einfach demontierbar und auf unterschiedliche Lebenszyklen ausgelegt. Jedes Element lässt sich separat erneuern oder in den Materialkreislauf zurückführen.