Wettbewerb Schülerbetreuungsgebäude Zürich

Aus der Enge die Klarheit gewinnen.

Ein schmales Grundstück, ein geschützter Baumbestand und ein Wohnhochhaus direkt nebenan – für den neuen Betreuungsbau bedeutete das: Aus schwierigen Ausgangsbedingungen eine überzeugende Lösung entwickeln. Das Ergebnis ist ein kompaktes, dreigeschossiges Gebäude entlang der Parzellengrenze, das Abstand zum Nachbarn schafft und dem Campus zugleich eine neue Mitte gibt.

Ein zweiteiliger Baukörper prägt den Entwurf: ein ruhiger, effizienter Hauptbau und ein offener, einladender Erschliessungsbereich, dessen Fassade sich den Baumkronen am Grundstücksrand anschmiegt. Hier, wo die Kinder ankommen, verschmelzen Architektur und Natur – Licht, Schatten und Bewegung werden Teil des täglichen Wegs. Holzlamellen filtern die Sonne, ohne den Blick auf die Bäume zu verstellen.

Draussen setzt sich diese Haltung fort: Der alte Baumbestand bleibt geschützt und wird zum Herzstück eines vielseitigen Spiel- und Aufenthaltsraums, ergänzt durch naturnahe Flächen für Insekten und Kleintiere.

Gebaut wird in Holz, nach dem Standard Minergie-P-ECO. Die vorgelagerte Zone im Osten funktioniert als klimatischer Puffer und sorgt – ganz ohne Technik – für angenehme Temperaturen im Sommer wie im Winter. So entsteht ein Gebäude, das aus den Zwängen des Orts seine eigene, selbstverständliche Stärke gewinnt.